DENKMAL-WISSENVERMITTLUNGGESCHICHTESERVICE
Entdecke deine Geschichte vor der Haustür!
«Denk­mä­ler sind kei­ne Mu­se­ums­stü­cke. Sie zeu­gen von der Ver­gan­gen­heit und müs­sen zu­gleich wei­ter be­nutz­bar blei­ben.» Dr. Jörg Sei­fert
WIE FINDET MAN EUROPA VOR DER HAUSTÜR?
>> Mit ei­nem Tipp oder Klick auf ein Fo­to öff­net sich das je­wei­li­ge Pro­jekt.

Die Ver­ei­ni­gung der Lan­des­denk­mal­pfle­ger hat 15 Bes­te-Pra­xis-Pro­jek­te so auf­be­rei­tet, dass sie als In­spi­ra­ti­on für die ei­ge­nen lo­ka­len Zeit­rei­sen mit Kin­dern und Ju­gend­li­chen ge­nutzt wer­den kön­nen. Je­des For­scher­pro­jekt lädt auf ganz ei­ge­ne Wei­se da­zu ein, Ge­schich­te im Hier und Jetzt vor der Hau­s­tür wahr­zu­neh­men. In ei­nem ein­zi­gen Ge­bäu­de kann ein Stück Frank­reich, ein biss­chen Eng­land und ei­ne Pri­se Ita­li­en ste­cken. 
WAS BE­GEIS­TERT 
KIN­DER
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Die­se Fra­ge be­ant­wor­ten die bei­den Pro­jek­te auf ganz un­ter­schied­li­che Wei­se: Im rhei­ni­schen Nideg­gen wur­den für Kin­der (und Ju­gend­li­che) For­scher­ta­ge ins Le­ben ge­ru­fen, an de­nen sie al­ters­ge­recht die Burg ent­de­cken und er­le­ben konn­ten. Das Pro­jekt aus Bre­men zeigt Schritt für Schritt, wie ei­ne Aus­stel­lung ge­lingt, die für al­le Al­ters­grup­pen in­ter­es­sant ist  – und da­mit auch für Kin­der.
WAS IN­TER­ES­SIERT 
JU­GEND­LI­CHE
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Al­le vier Pro­jek­te ver­deut­li­chen, dass Ju­gend­li­che ei­nes brau­chen, um sich auf Denk­mä­ler ein­zu­las­sen: Frei­räu­me. Sie möch­ten ei­ge­ne Fra­gen stel­len und im Team oder auch al­lein ar­bei­ten, um den Men­schen vor Ort und ih­rer Ge­schich­te auf den Grund zu ge­hen.
TIPP:
LOST TRA­CES hieß das Pro­jekt, das die Lan­des­ar­beits­ge­mein­schaft Ar­chi­tek­tur und Schu­le Bay­ern e.V., im Rah­men des Eu­ro­päi­schen Kul­tur­er­be­jahrs 2018 ins Le­ben ge­ru­fen hat. Es wur­de wis­sen­schaft­lich mit der Fra­ge be­glei­tet: Wie ge­lingt es, dass «Denk­mä­ler als Or­te des Ler­nens und Mit­ge­stal­tens» von Ju­gend­li­chen ... 
«Na­he­zu al­len Kin­dern zwi­schen sechs und 13 Jah­ren ste­hen in den Haus­hal­ten Fern­se­her, Han­dy/Smart­pho­ne, Com­pu­ter/Lap­top und In­ter­net­zu­gang zur Ver­fü­gung.» Chris­ti­an Hel­big
WIE LEB­TE MAN 
DA­MALS
?
Hier wer­den me­dia­le Zu­gän­ge für die Aus­ein­an­der­set­zung mit dem kul­tu­rel­len Er­be ge­nutzt bzw. ge­schaf­fen. In Quick­born ha­ben Ju­gend­li­che ei­ne On­line-Re­por­ta­ge über die Er­kun­dung ei­ner Wohn­sied­lung von Ri­chard Neu­tra er­stellt. In Löb­au wur­den im Haus Schmin­ke per Vi­deo-Clip die Be­son­der­hei­ten der Frank­fur­ter Kü­che er­kun­det. Stu­die­ren­de der Hoch­schu­le für An­ge­wand­te Wis­sen­schaf­ten Ham­burg ha­ben ver­lo­re­nes Er­be durch Aug­men­ted Rea­li­ty wie­der le­ben­dig ge­macht.
TIPP:
Die Nut­zung di­gi­ta­ler Me­di­en steckt vol­ler Chan­cen und Her­aus­for­de­run­gen – auch für kul­tu­rel­le Bil­dungs­pro­zes­se. Die Emp­feh­lung der Un­ter­su­chung «Par­ti­zi­pa­ti­on und Kul­tu­rel­le Me­di­en­bil­dung in ei­ner di­gi­ta­len Me­di­en­welt» kon­zen­triert sich ... 
«Es gibt viel mehr Sachen, die uns verbinden, als wir ahnen.» Annett Gröschner
WIE FÄNGT MAN NEU AN?
Und wie geht es wei­ter un­ter neu­en Be­din­gun­gen? Die Pro­jek­te be­ant­wor­ten die­se Fra­gen aus den Per­spek­ti­ven von vor­ges­tern, ges­tern und heu­te. In Hes­sen muss­ten sich die ge­flüch­te­ten Hu­ge­not­ten ein neu­es Le­ben auf­bau­en. Im Saar­land ging es dar­um, mit zu­kunfts­fä­hi­gen Ide­en und ein­her­ge­hen­den Bau­auf­ga­ben das dunk­le Er­be des Zwei­ten Welt­kriegs ab­zu­strei­fen. Und un­se­re Emp­feh­lung, wie man sich heu­te aus der Per­spek­ti­ve Ge­flüch­te­ter mit der ge­bau­ten Um­welt ge­ne­rell und dem kul­tu­rel­len Er­be im Be­son­de­ren nä­hern kann, kommt aus Ber­lin.
TIPP: 
Wer selbst be­reits Fremd­heits­er­fah­run­gen ge­sam­melt hat weiß, wie un­ver­hofft Ge­rü­che, Far­ben, Ge­räu­sche, Ge­bäu­de oder Plät­ze an Ver­trau­tes er­in­nern kön­nen. Die­ses Phä­no­men hat Di­ma Al­bi­tar Ka­la­ji zu ei­nem Ex­pe­ri­ment in­spi­riert. Die Re­dak­ti­ons­lei­te­rin des di­gi­ta­len Ma­ga­zins WIR MA­CHEN DAS hat ge­mein­sam mit den Au­to­rin­nen Wi­dad Na­bi, Sven­ja Lei­ber und An­nett Grö­sch­ner die­se dop­pel­te Kar­to­gra­phie mit «Map­ping Ber­lin / Da­mas­kus» li­te­ra­risch-es­say­is­tisch in Ber­lin er­kun­det. 
«Die Chance unmittelbar und praktisch am Denkmal zu arbeiten, öffnet den Jugendbauhüttlern den Blick für die Bedeutung und Faszination von Kulturgut.» Dr. Ivalu Vesely
WAS IST SO IN­TER­ES­SANT AM
HAND­WERK
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In länd­li­chen Ge­bie­ten Bran­den­burgs und Po­lens ha­ben Kin­der und Ju­gend­li­che un­ter­sucht, ob die Re­stau­rie­rung von Her­ren­häu­sern und Schlös­sern den Dör­fern und Ge­mein­den zu neu­em Auf­schwung ver­hilft. Und weil Re­stau­rie­rung auch viel mit tra­di­tio­nel­len Hand­werks­tech­ni­ken zu tun hat, ha­ben sie auch span­nen­de Hand­werks­be­trie­be ken­nen­ge­lernt, zum Bei­spiel ei­ne Ma­nu­fak­tur für ke­ra­mi­sche Pro­duk­te. In Lü­beck ha­ben Ju­gend­bau­hütt­ler ver­sucht, den Bau ei­nes Kel­lers auf his­to­risch kor­rek­te Wei­se nach­zu­emp­fin­den. 
TIPP:
Seit 2003 un­ter­stützt die UNESCO den Schutz, die Do­ku­men­ta­ti­on und den Er­halt von Kul­tur­for­men, die von Ge­ne­ra­ti­on zu Ge­ne­ra­ti­on wei­ter­ge­ge­ben wer­den. Mehr als 500 Bräu­che, Dar­stel­lungs­küns­te, Hand­werks­tech­ni­ken ... 
TIPP:
Dr. Mech­tild Freu­den­berg, Ar­chäo­lo­gin und Ex­per­tin für die Bron­ze­zeit, be­schäf­tigt sich seit lan­gem mit prä­his­to­ri­schen ar­chäo­lo­gi­schen Stein­werk­zeu­gen. Im In­ter­view er­zählt sie, wie sie auch mit Hil­fe des Nach­baus ei­nes 4.000 Jah­re al­ten ... 
WIE FOR­SCHEN 
FOR­SCHER*IN­NEN
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Der Tän­zer und Cho­reo­graph Royston Mal­doom sag­te ein­mal sinn­ge­mäß: «Schu­le be­deu­tet aus der Sicht von Ju­gend­li­chen: ‹Das Le­ben da drau­ßen ist un­end­lich span­nend und vol­ler Mög­lich­kei­ten. Aber hier ha­ben wir für euch ei­nen Ort ge­schaf­fen, der si­cher stellt, dass wir euch nicht mit­ma­chen las­sen müs­sen.›» Tat­säch­lich ist die Ver­knüp­fung von Schu­le mit ech­ten Pro­jek­ten ... 
TIPP:
Da es nicht im­mer ein­fach ist, Schü­le­rin­nen und Schü­ler mit Ex­per­tin­nen und Ex­per­ten zu­sam­men­zu­brin­gen, ha­ben wir ei­ni­gen Pro­fis im Be­reich der Denk­mal­pfle­ge in di­gi­ta­len Por­traits über die Schul­ter ge­schaut: Mit wel­chem Blick schau­en sie auf die ge­bau­te Welt und das kul­tu­rel­le Er­be vor ih­rer Haus­tür? Was kön­nen sie aus den Ge­brauchs­spu­ren von Ge­bäu­den her­aus­le­sen?